Aussschreitungen rund um Fußballmatch

Am Donnerstag, dem 16. August 2018, traf der SK Rapid im Rahmen der Qualifikation für die Europa League auf die Mannschaft des ┼áK Slovan Bratislava, dessen Fans Kontakte mit dem Wiener Stadtrivalen FK Austria pflegen, weshalb dieses Match als Hochrisikospiel eingestuft worden war.

Während beim Hinspiel in Bratislava rigorose Sicherheitsmaßnahmen in Kraft waren (Karten an Rapid-Fans wurden nur zusammen mit Bustransfertickets verkauft, Ansammlungen von Rapid-Fans im Stadtzentrum waren prinzipiell untersagt), nahm man in Wien die ganze Sache weitaus lockerer, was sich an diesem Abend noch rächen sollte.

Es gab zwar keine organisierte Anreise der Fußballfans aus Bratislava, dennoch schaffte man es, die mit Privatfahrzeugen angereisten Slowaken nahe Oberlaa zu konzentrieren, wo sie in einen Sonderzug der U-Bahn verfrachtet wurden, den man eigens bereitgestellt hatte. Dieser Zug sollte nun ohne Halt bis Hütteldorf fahren. Entlang der Wientalstrecke rissen die Fahrgäste jedoch auf Höhe der Station Schönbrunn die Türen des Zuges auf, woraufhin dieser zum Stillstand gebracht werden musste; danach verließen die Fahrgäste den Zug und begaben sich in den Gleisbereich. Die Stromzufuhr der U4 wurde daraufhin unverzüglich unterbrochen, von 18 bis 20.30 Uhr konnte die U4 nur zwischen Spittelau und Längenfeldgasse fahren, die U4-Station Schönbrunn blieb bis Betriebsschluss gesperrt, von 23.00 bis 23.30 war auch die Station Meidling Hauptstraße gesperrt und wurde ebenfalls ohne Halt durchfahren.

Auch in den umliegenden Straßen kam es zu Tumulten. Die Linie 10 konnte von 18.00 bis 20.45 Uhr nur zwischen Dornbach und Breitensee fahren. Der Betrieb der Linie 49 war kurzzeitig unterbrochen und konnte vno 23 Uhr bis Betriebsschluss nur zwischen Dr.-Karl-Renner-Ring und Baumgarten abgewickelt werden. Die Linie 52 fuhr von 18.00 bis 21.45 nur zwischen Westbahnhof und Rudolfsheim und anschließend bis 23 Uhr zwischen Westbahnhof und Joachimsthalerplatz.