ULF-"Misere"

Wahrscheinlich ist es Ihnen schon aufgefallen: Seit ca. Mitte Jänner sind auf den Linien 6 und 65 kaum mehr ULFe zu sehen, dafür jede Menge Züge, die normalerweise hier nicht fahren würden.

Der Grund ist folgender: Bei einer Inspektion stellte man extreme Radreifenabnützung und zum Teil sogar Lagerschäden an ca. zwei Dritteln aller Niederstflurfahrzeuge fest. Grund dafür sind neben der fehlenden durchgehenden Achsen bzw. festen Verbindung zwischen dem jeweils rechten und linken Rad vor allem die nicht perfekte Anlenkung des ersten und letzten Räderpaares. Da dieses vom nächst liegenden Gelenk gesteuert wird, stimmt die Radstellung in Bögen erst, wenn sich beide Portale zur Gänze darinnen befinden. Bei Bogenein- bzw. -ausfahrt hingegen tritt ein relativ großer Fehlwinkel auf.

Jedenfalls wurden die betroffenen Wagen vorerst abgestellt. Zu allem Überfluss befinden sich noch einige A (kurze ULFe) in Ottakring zur Fahrschule, um den in wenigen Monaten beginnenden Einsatz auf der Linie 46 vorzubereiten.

Dadurch bedingt ist der gelegentliche Einsatz von E1+c3-Zügen auf der Linie 67 sowie E (solo) am 65er, wo auch massives Auftreten von E1+c3 sowie E2+c5 zu beobachten ist. Um den Mangel zu decken, was nicht ganz gelingt, wurden diverse Wagen aus den Bahnhöfen Speising (E), Hernals (E1), Brigittenau (c3) sowie Floridsdorf (E1+c3) leihweise nach Favoriten überstellt.